3D-Druck aus Naturkork
|
Auch Naturkork hat in der seit einigen Jahren wachsenden 3D-Druckindustrie Einzug gehalten. Gemeint sind damit Filamente, also Materialien, die im 3D-Druckverfahren mittels Schmelzschichtung (FDM) verwendet werden. 2015 entwickelte der europäische 3D-Druckerfilamenthersteller ColorFabb ein innovatives Filament namens corkFill. Wie der Name schon sagt, soll es ähnliche Eigenschaften wie Kork aufweisen, da es aus einer Mischung von Kork und ColorFabb PLA/PHA-Filament besteht. https://colorfabb.com/corkfill Die auf der Website des Unternehmens verfügbaren Fotos zeigen den hohen Detailgrad und die exzellenten Farbergebnisse von Drucken, die mit dem neuen Korkfilament erstellt wurden. |
|
Auch Naturkork hat in der seit einigen Jahren wachsenden 3D-Druckindustrie Einzug gehalten. Gemeint sind damit Filamente, also Materialien, die im 3D-Druckverfahren mittels Schmelzschichtung (FDM) verwendet werden. 2015 entwickelte der europäische 3D-Druckerfilamenthersteller ColorFabb ein innovatives Filament namens corkFill. Wie der Name schon sagt, soll es ähnliche Eigenschaften wie Kork aufweisen, da es aus einer Mischung von Kork und ColorFabb PLA/PHA-Filament besteht. Da es auf PLA/PHA-Filament basiert, ist das Drucken einfacher und erfordert keine beheizte Bauplattform (HBP) am 3D-Drucker. PLA ist eines der beliebtesten Filamente für 3D-Drucker. Die Abkürzung PLA steht für Polylactid, auch bekannt als Milchsäure. Interessanterweise wird Maisstärke oder Zuckerrohr zur Herstellung dieses Materials verwendet. PLA gilt als biologisch abbaubares und biokompatibles Material und wird für Implantate, Stents und viele andere Alltagsprodukte eingesetzt. Die empfohlenen Einstellungen für die Verwendung des neuen corkFill-Filaments von ColorFabb sind eine Drucktemperatur von 210 bis 230 Grad Celsius, eine Druckgeschwindigkeit von 40–60 mm/s und, falls eine HBP vorhanden ist, eine Bauplattformtemperatur von 50–60 °C. |
|
Wie bereits erwähnt, ist auch das Drucken auf einer kalten Bauplatte möglich. ColorFabb empfiehlt zudem, die Materialflussrate je nach verwendetem Drucker um etwa 4–10 % zu erhöhen, um stabilere Druckergebnisse und eine höhere Zuverlässigkeit zu erzielen. Wie https://3dprinterchat.com/ berichtet, gelang es der portugiesischen Studentin Tatiana Antunes 2019, ein vollständig biologisch abbaubares Korkfilament für den 3D-Druck zu entwickeln. Sie entwickelte diese Methode an der Universität Aveiro (UA) im Rahmen ihrer Masterarbeit in Materialwissenschaften. Ihre Arbeit befasste sich mit dem Problem des Korkabfalls, der bei der Herstellung von Naturkorken entsteht.
|

